Die Medizin im Mittelalter
Medizin im Mittelalter
»Der Arzt, welcher die Heilkräfte der Wurzeln und Kräuter kennt, ist ein Mensch;
der, welcher die des Wassers und Feuers kennt, ein Dämon;
wer die Kraft des Gebetes kennt, ein Prophet;
des Quecksilbers, ein Gott.«
aus der »Rasaratna Samoclayem«
WARNUNG: Die in diesem Artikel angeführten Maßnahmen wurden im Mittelalter angewandt, aber ihre medizinische Wirksamkeit ist unter heutigen Gesichtspunkten fraglich. Die Nachahmung kann zu Vergiftungen, schweren Verletzungen oder der verzögerten Heilung von Wunden führen und sollte daher vermieden werden… don’t try this at home.
bluot stellung
Morunc stöhnte leise, während sich sein Gefährte die klaffende Wunde besah, die ihm von der Klinge eines Wegelagerers zugefügt worden war. Es war ein glatter Schnitt am linken Unterarm, nicht tief, doch hatte er eine Vene getroffen, so daß nun einiges Blut daraus hervorsickerte. Sein heilkundiger Freund nahm unterdessen seinen Rucksack zur Hand und entnahm daraus ein Stück Leinentuch, das er mit Wein tränkte und auf die Wunde legte. Sofort verspürte Morunc die wohltuende Kühle des Umschlags.
Auch der Blutfluß nahm etwas ab. Daraufhin nahm er ein wenig Honig und das Eiweiß eines Gänseeis, das er kürzlich im Gras gefunden hatte, und vermengte beides auf einem Stückchen Hanf. Das so hergestellte Pflaster ersetzte das Tuch, als es unter ständigen Beschwörungsformeln über die Wunde gebunden wurde.
Dies ist dies nur ein Rezept von vielen, die der Heiler von Welt zur Anwendung bringt. Wenn wir einen tieferen Blick in seinen Rucksack werfen, werden wir zur Blutstillung Tupfer, die in die Wunde hineingepreßt werden, Nadeln zur Umstechung, Faden zur Unterbindung und ein Glüheisen zur Zerkochung der blutenden Gefäße finden. Bei Amputationen wird auch siedendes Öl angewandt.
Als “Desinfektionsmittel” bietet sich außer Wein auch Terpentinöl oder Rosenwasser an, und zur Blutgerinnung haben wir verklumpende, verklebende oder verätzende Substanzen wie z.B. Eiweiß, Honig, Mehl, Butter, Kupfervitriol und ungelöschten Kalk. Sicher bringen diese Mittel eine Blutung zum Stillstand, aber die Narben werden durch manche umso größer (“Narben sind männlich”).
Mit dem nötigen Kleingeld kann man sich seine Wunde auch mit gewichsten Fäden nähen lassen, während das ärmere Volk solche Heilmethoden nicht genießt (“Bauern sind eh’ häßlich!”).
Da Moruncs Heiler ein weiser Mann war, besprach er die Blutung mit einem Segen, was bestimmt auch psychologische Effekte beim Patienten zeigte. In diesen Zaubersprüchen werden für gewöhnlich mystische Begebenheiten zitiert, wonach auch in diesem Fall Linderung eintreten muß! Früher wurden dabei die heidnischen Gottheiten angerufen, doch mit der zunehmenden Christianisierung müssen für die Analogien im Mittelalter meist Heilige herhalten.
fur das blut
Ob du daz blut wellest versprechen daz da vliuzet [fließt] vz den wunden oder der nasen so lege diu hand druber vñ sprich: In nomine patris et filii et spiritus sancti Amen. Sanctus helyas saz in heremo [Wüste] vñ floz im daz blut zebeiden naslocheren vz – da begunde er zerufen vnseren herrengot an vñ sprach: herregot hilf mir vñ betwinch [bezwinge] das blut daz es geste [gestehe] als du betwenge den iordan daz er gestunt da dich sant Johans drauz tauft vn sprich dri paternoster.
Dasselbe, nur mächtiger, da in Reimform geschrieben:
Dere heiligo Christ war geboren ce [zu] Bethlehem,
dannen quam er wiedere ce Jerusalem,
da wart er getaufet vone Johanne
in deme Jordane.
Duo verstount der Jordanis fluz
und der sind runst. [Strömen des Flusses]
Also verstant du blout rinna
durch des heiligen Christes minna. [hier: Andenken]
Du verstant an der note [in der Not]
also der Jordan tate, duo der guote sce [St.] Johannes
den heiligen Christ taufte.
Verstant, du bluotrinna,
durch des heiligen Christes minna.
Oder ein anderer Blutsegen, bei dem durch die Analogie alpha = Anfang und omega = Ende des griechischen Alphabets auch dem Blutfluß ein Ende gemacht werden soll;
Das plût verstellen. Item ob einem menschen das plût nit versten [gerinnen] will, so schreib an ein zetel: alpha et o und pint des dem plûtenden menschen an die stiren, es verstet pald darnach.
Bei Nasenbluten werden kühlende Umschläge mit Dill und der doppelten Menge Schafgarbe auf die Stirn, den Schläfen und die Brust gelegt.
Die Kräuter sollen möglichst frisch sein, damit ihre Wirkung besonders ausgesprochen wird (“Die Trockenheit und die Kälte des Dills löscht die Hitze des Blutes aus, und die Wärme der Schafgarbe zieht das Blut an sich und hält dessen übermässiges Fließen zurück”). Im Winter nimmt man pulverisierte Zutaten mit Wein besprengt und gibt sie in ein Säckchen auf besagte Stellen. Auch kann man die Nasenlöcher mit Nesselwasser einreiben (“gleich hört es auf”), oder für die eher Abergläubischen.
Gegen Bluten der Nase und der Wunde
Zur Frühjahrszeit, wenn Du erstmals den Wasserfaden siehst, so nimm, wenn sie abgerissen ist, den Schleim, und wasche damit gut die Hände, dann lasse es, bis sie trocken sind, und nachher wasche die Hände wieder, und wenn das Blut fließt, so gib nur diese Hand auf die Herdplatte, bis sie sich erwärmt; dann geht es gleich vorüber.
Das ist die Lehre des Herrn Peter von Wrzesowitz auf Ploschkowitz.
Gegen Entzündungen und Hautkrankheiten kommen vor allem oben genannte Ätzmittel zur Anwendung (Wein, Salz, Terpentinöl, Wermutwasser, Kupfervitriol, ungelöschter Kalk, Arsenik, Schwefel und Quecksilber).
Zum Heilen alter Wunden empfiehlt der Heilkundige ölige Salben aus Olivenöl, Kupferoxid, Bylharz, Mastix, Lorbeeröl, Ammoniakharz, Klauenfett, Wachs, Hirschtalg, Rindermark, Bärenschmalz, Kampfer, Lavendelöl, Myrrhe, weißen Weihrauch, Zinnoxid, Bleiglätte oder Bleiweiß in verschiedenen Zusammensetzungen.
die wunt meler zu vertreiben
Gegen Spulwürmer trinkt man Fenchelwasser; zum Vertreiben der Mehlwürmer bereitet man eine Salbe aus zerstoßener Bleiglätte, zusammen mit Essig und Rosenöl (“Die ding dilgent die wuntmeler, eintziglich oder miteinander, vnd machent sie clein oder subtill”).
wiltu den wurm seyn sprechyn, so sprich:
Der wurme woryn dry, dy sente Job [St. Jacob?] bissyn, der eyne der was wys, der andir swarcz, der dritte rot. herre enste Job, lege der wurme tot! + obtrayson + magula Job connubia malagula + zarabuntis + in nomine patris + et filij + et spiritus sancti + amen.
Gegen die Würmer wendet sich auch der älteste überlieferte deutsche Zauberspruch, der althochdeutsche Wurmsegen (9. Jhd.), mit dem Pferde besegnet wurden.
contra vermes
Gang ut, nesso, mid nigun nessiklinon, ut fan demo marge an that ben, fan themo bene an that flesg, ut fan themo flesge an thia hud, ut fan thera hud an thesa strala! Drothin, werthe so!
Gegen Würmer
Geh hinaus, Wurm, mit neun kleinen Würmchen, hinaus von dem Mark an die Knochen, von den Knochen an das Fleisch, hinaus von dem Fleisch an die Haut, hinaus von der Haut an den Strahl! Herr, es werde so!
Der Strahl ist ein antiquierter Begriff für die Hufsohle des Pferdes; der Huf kann dann aufgeweicht und die Sohle mit den Würmern entfernt, “ausgeworfen” werden.
Brandwunden
Bei dem weitverbreiteten Einsatz des Glüheisens und siedenden Öls waren Brandwunden keine Seltenheit. Sie wurden behandelt mit Teilen des Wacholders, ungesalzenem Schweineschmalz und einem Ei; diese Mischung wird gerührt, gekocht und in eine Schale gegossen, woraufhin die festen Bestandteile als Brandsalbe verwendet werden.
Der Aderlaß
Die Entstehung von Krankheiten führten die mittelalterlichen Ärzte auf eine Störung des Gleichgewichtes der vier Kardinalssäfte, nämlich des Blutes, des Schleimes, der gelben und der schwarzen Galle, zurück. Wenn z.B. zuviel schwarze Galle vorhanden war, mußte der Arzt entweder mittels Heilkräutern oder durch den Aderlaß versuchen, das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Dabei war das Aderlassen schon ein sehr alter Brauch. Die griechischen Ärzte hatten ihn im gesamten Mittelmeergebiet verbreitet. Hildegard von Bingen sah die Anwendung und den Nutzen des Aderlasses folgendermaßen:
“Sind bei einem Menschen die Gefäße mit Blut gefüllt, so müssen sie von dem schädlichen Schleim und dem durch die Verdauung gelieferten Saft durch einen Einschnitt gereinigt werden.
Wird bei einem Menschen ein Gefäß angeschnitten, so erleidet das Blut, wie durch einen plötzlichen Schrecken, eine Erschütterung, und was dann zutage kommt, ist Blut, und fauliges und zersetztes Blut fließen gleichzeitig mit ab. Daher kommt es, daß das, was jetzt ausfließt, verschieden gefärbt ist, weil es aus Fäulnis und Blut besteht.
Sobald die Fäulnis mit dem Blut ausgeflossen ist, kommt reines Blut heraus, und dann muß man mit der Blutentziehung aufhören. Macht man einem sonst gesunden und kräftigen Menschen einen Aderlaß, so soll die Menge des gelassenen Blutes soviel betragen, wie ein kräftiger, durstiger Mann auf einen Zug Wasser trinken kann.
Wenn einer körperlich schwach ist, soll der Aderlaß soviel betragen, wie in ein Ei von gewöhnlicher Größe hineingeht. Denn ein Aderlaß, der über das Maß hinaus vorgenommen wird, schwächt den Körper gerade so wie ein Regenguß, der ohne Maße auf die Erde fällt, diese schädigt.
Eine richtig bemessene Blutentziehung aber beseitigt die schlechten Säfte und sorgt für den Körper wie ein Regen, der langsam und in nicht zu großer Menge auf die Erde fällt, diese bewässert und befähigt, Frucht hervorzubringen.”
Der Zeitpunkt des Aderlasses hing von der Mondphase und dem Planetenstand ab. So glaubte man nämlich, daß der Aderlaß nur in den ersten sechs Tagen bei abnehmendem Mond helfe. Bei wachsendem Mond seien das Blut und die fauligen Flüssigkeiten so gut gemischt, daß man das Schlechte nur ungenügend vom Guten trennen könne.
Kinder unter sechs Jahren und alte Leute über 70 Jahren setzte man in der Regel statt des Aderlasses Blutegel an den Hals, auf die Schultern, auf die Kniebeugen und auf das Hinterteil. Hildegard von Bingen riet, wenn es notwendig sei, einen Jungen erst ab dem 12. Lebensjahr zur Ader zu lassen.
Die bei ihm zu entnehmende Blutmenge sollte jedoch nicht mehr als zwei volle Nußschalen füllen.Und diese Prozedur dürfte auch nur einmal im Jahr vorgenommen werden.
Vom 15. bis 50. Lebensjahre konnte der Mann drei- bis viermal im Jahr zum Blutabnehmen erscheinen. Ab dem 50. Lebensjahr sollte er jedoch nur noch einmal pro Jahr zur Ader gelassen werden. Außerdem durfte die abzunehmende Blutmenge nur noch die Hälfte der bisherigen Menge betragen.
Ab dem 80. Lebensjahr sollte beim Mann schließlich kein Blut mehr entnommen werden, da diese Behandlung dann eher schädlich als nützlich sei.
Bei der Frau, der man weit mehr schädliche Säfte und Fäulnisstoffe in ihrem Blut nachsagte, sollte dagegen bis zum 100. Lebensjahr das verdorbene Blutwasser entzogen werden.
Hildegard von Bingen vertrat zudem die Auffassung, daß man bis zum 30. Lebensjahre sehr vorsichtig mit dem Aderlaß umgehen müßte. Besonders Kinder und Jugendliche im Wachstum sollten davon verschont werden. Auch dürfte man nie zuviel Blut abzapfen, weil sonst die Schleime im Körper überhandnehmen, und das verarmte Blut sich nicht gegen Seuchen und andere Krankheiten wehren könnte.
Aderlässe wurden im Kloster vom Tonsor, der auch die Tonsur und die Bärte der Mönche rasierte, und in der Stadt vom Bader vorgenommen. Sie schnitten mit einem messerähnlichen Gegenstand, der Fliete, bestimmte Adern an. So unterschieden sie z.B. drei Hauptadern, nämlich die Kopfader, die Mittelader und die Leberader (Abb. 39). Für am wirkungsvollsten wurde von ihnen der Schnitt in die Kopfader gehalten, da diese mit vielen säfteführenden Gefäßen eng in Verbindung stehe. Bei traurigem Herzen, Schwermut, Schmerzen an der Seite, Lungen- und Herzschmerzen wurde die Mittelader angeschnitten. Bei Leber- und Milzschmerzen, bei dem Gefühl von Atembehinderung, bei Schwindelanfällen sollte dagegen die Leberader geöffnet werden. Bei speziellen Schmerzen z.B. an der Zunge oder am Fuß wurden an diesen betreffenden Orten kleine Schnitte angelegt.
Mit der Fliete konnte man durch Druck und Schlag die drei genannten Hauptadern in der Armbeuge anschneiden, und zwar wurden diese Blutgefäße schräg oder in Längsrichtung geöffnet. Dünnere Adern, vor allem an den Füßen, schnitt man quer an.
Zur Ader wurde jedoch nicht nur im Krankheitsfalle gelassen, sondern auch wenn Frauen an zu großen Brüsten litten. Denn bis Mitte des 15. Jhs. waren kleine Brüste gefragt und stand der große Busen – nicht nur modemäßig – in einem schlechten Ruf. So behaupteten die jungen Männer, diese Brüste wären so groß, weil sie von ihnen oder gar von anderen in die Länge gezogen worden wären. Deshalb mußten diese Frauen oft auch noch ihre Jungfräulichkeit verteidigen.
Die durchschnittliche Lebenserwartung
Alt zu werden war aufgrund dieser medizinischen und abergläubischen Praktiken alles andere als leicht. Anhand von Steuerlisten konnte man feststellen, daß im 14./15. Jh. die Frauensterblichkeit im Lebensalter zwischen 20 und 40 Jahren wesentlich höher als bei den Männern war. Durch die vielen Schwangerschaften und Geburten – 20 Niederkünfte in einer Ehe waren keine Seltenheit – und die schweren körperlichen Haus- und Feldarbeiten lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei den Frauen nur bei 29,8 Jahren. Denn Empfängnisverhütung wurde wie die Abtreibung durch den Einfluß der Geistlichen mit dem Tode bestraft.
Albrecht Dürers Mutter, Barbara Holper (1452-1514) brachte innerhalb von 25 Jahren 18 Kinder auf die Welt. Der durchschnittliche Abstand zwischen den Geburten ihrer Kinder lag bei einem Jahr und sieben Monaten, und die Geburtstermine schwankten zwischen neun und 29 Monaten.
Die Männer dagegen waren (bzw. sind) besonders in den ersten zwei Jahren ihres Lebens leicht anfällig für Krankheiten. Wenn sie diese kritische Zeit überwunden hatten, erreichten sie ein Lebensalter zwischen 40 und 60 Jahren. Die hohe männliche Sterberate bei Kleinkindern drückte die durchschnittliche männliche Lebenserwartung aber auf 28,4 Jahre.
Laut des Historikers Klaus Arnold starb im Mittelalter eines von zwei geborenen Kindern bereits im ersten Lebensjahr. Auch in guten Zeiten starb jedes fünfte Kind, bevor es zwei Jahre alt werden konnte. Von den 20 Kindern einer mittelalterlichen Mutter erreichten letztendlich nicht mehr als 1-2 Kinder das Heiratsalter. So lebten von den 18 Kindern der Barbara Holper um 1502 nur noch der 31-jährige Albrecht Dürer jun. und seine zwei Brüder, der 18-jährige Endres und der 12-jährige Hans.
Das mittelalterliche Volk war jung. Wahrscheinlich war etwa die Hälfte der Bevölkerung jünger als 21 Jahre, vielleicht sogar ein Drittel jünger als 14 Jahre.
Das Medizinstudium
Erst durch den kulturellen Einfluß der Araber wurde gegen Ende des 10. Jhs. die erste medizinische Hochschule im Abendland in Salerno errichtet. Frauen wie Männer durften sich hier zu Ärzten/innen ausbilden lassen. Bis um die Jahrtausendwende gab es nur an einigen adligen Höfen und in den wenigen Städten medizinkundige Kleriker, Mauren und Juden, die Kranke von ihren Leiden zu kurieren versuchten.
Während des 12.-15.Jhs. wurden weitere medizinische Hochschulen oder Fakultäten gegründet – so unter anderem in Montpellier im Jahre 1220. Leider gerieten die Universitäten schon bald unter den Einfluß der Kirche, die nicht nur die wissenschaftlichen Inhalte kontrollierte, sondern auch den Frauen den Zutritt zum Studium verbot (diese Vorschrift blieb bis ins 20. Jh. erhalten!) und seit 1163 auch die Durchführung von blutigen Operationen verhinderte.
Dadurch trennte sich die Medizin von der Chirurgie und beschäftigte sich fortan mehr mit Theorien als mit praktischen Erfahrungen. Schließlich wurde die Chirurgie völlig von der Universität ausgeschlossen. Nur eine einzige Ausnahme gab es! FriedrichII. († 1250) schrieb der medizinischen Universität in Salerno vor, ihre Kandidaten auch in der Chirurgie und in der Anatomie zu unterrichten. Gerade die Anatomie hatte die Kirche strikt verboten, weil sie fest der Überzeugung war, das dadurch die Auferstehung des Fleisches für immer verhindert werden würde. Aber die Universitäten waren trotz der massiven Drohungen der Kirche nicht bereit, auf diese praktischen Erfahrungen zu verzichten. In Bologna nahm man wahrscheinlich um 1260, mit Sicherheit zu Beginn des 14.Jhs., die ersten Autopsien an Hingerichteten vor, in Venedig im Jahre 1308, in Montpellier seit 1376 und nördlich der Alpen zum allerersten Male in Wien im Jahre 1404.
Gegen Ende des 15. Jhs. wurden die Frauen, die auch ohne Medizinstudium ihren ärztlichen Beruf bisher praktizieren konnten, in den Städten endgültig aus ihren Heilberufen verdrängt, da sie nicht die Qualifikation, also den Hochschulabschluß, vorweisen konnten. Dabei gibt es geschichtliche Zeugnisse, daß die Ärztinnen in ihren Heilkünsten z.T. erfolgreicher waren als ihre “gebildeten”, männlichen Kollegen. So wurde im Jahre 1322 eine in Paris sehr angesehene Ärztin mit dem Namen Jacqueline Felicie de Alemania von der medizinischen Fakultät wegen Nichtachtung der Vorschrift, die besagte, daß nur diejenigen praktizieren dürfen, die einen Fakultätsabschluß vorweisen oder zumindest die Genehmigung des Universitätsdirektors besitzen würden, angeklagt. Leider (für die Universitätsprofessoren und Ankläger!) priesen die meisten vorgeladenen Zeugen Jacquelines medizinischen Kenntnisse, denn sie hatte als einziger Arzt diese ehemaligen kranken Zeugen von ihren Leiden befreien können, nachdem sie von den männlichen, anerkannten Ärzten zuvor mit dem Vermerk “hoffnungslos” abgewiesen worden waren.
Die Hospitalgeschichte
Die mittelalterlichen Hospitäler sind, was ihre medizinische Funktion betrifft, Anstalten, in denen bei den Kranken der Heilprozeß der Natur erstens durch die nötige Ruhe z.B. durch ausgewogenen Schlaf, zweitens durch intensive Pflege z.B. durch häufiges Waschen und Baden, und drittens durch angemessene, gute Ernährung gefördert wird. Die Gegenwart von Ärzten und medizinisch geschultem Personal wie in unseren Krankenhäusern war nicht notwendig, da die Gesundung Gott allein oblag.
Ihre Entstehung verdankten die Spitäler der moralischen Verpflichtung der Christen, tätige Nächstenliebe zu üben. In der Benediktinerregel galt das Gebot: “Die Sorge um die Schwachen muß vor allem und über alles getätigt werden, damit auf diese Weise in Wahrheit Christus und damit ihnen (den Schwachen) gedient werde.” (in: Werner Leibbrand, Heilkunde – Eine Problemgeschichte der Medizin, Freiburg, München 1954, S. 131)
Damit war die Fürsorge und Pflege für Alte, Arme, Kranke und Schwache christlich begründet worden.
In der Antike gab es weder in Sparta, Athen, Alexandria noch in Rom Krankenhäuser mittelalterlicher Prägung. Nur in Delphi, Delos und Korinth waren seit etwa 500 v. Chr. an den Kultstätten des Gottes Asklepios, Pilgerherbergen mit heilkundigen Priestern zu finden. Und die Römer hatten an den Grenzen des Römischen Reiches Valetudinarien errichten lassen, in denen kranke Sklaven und römische Legionäre behandelt werden konnten.
Seit dem 4. Jh. verbreiteten sich im Abendland die Xenodochien, die Bedürfnisanstalten für Arme, Fremde und Pilger darstellten. Die ersten abendländischen Xenodochien wurden in Ostia(395) und in Rom (399) errichtet. Im Frühmittelalter gab es sie schließlich in Gallien und im Merowingerreich fast an jedem Bischofssitz. Auf dem Lande sorgten die Mönche für die Schwachen, Kranken und Pilger, indem sie in ihren Klöstern für diese Menschengruppen Gästehäuser, Pilgerhäuser und Aderlaßhäuser bauen ließen.
Eine Weiterentwicklung im Hospitalwesen fand während der Kreuzzüge(1096-1270)statt.
In dieser Zeit entstanden die bekannten ritterlichen Ordensgemeinschaften: die Hospitaliter, die Templer und der Deutsche Ritterorden.
Die Hospitaliter und der Deutsche Ritterorden waren anfänglich besonders in der Krankenpflege aktiv.
Der Orden der Hospitaliter, die sich seit dem 16. Jh. “Malteser” nannten, wurde 1099 von einem französischen Ritter mit dem Namen Gérard in Jerusalem gegründet. Seine Mitglieder, die an ihren schwarzen Mänteln mit dem weißen, achtspitzigen Kreuz zu erkennen waren, legten nach dem Vorbild der Benediktiner und Augustiner ein strenges Gelübde auf Armut, Gehorsam und Keuschheit ab.
Ihre Aufgaben sahen die Hospitaliter in der Pflege von Kranken und Verwundeten und in der Hilfe von Armen. Später übernahmen sie wie die Templer die militärische Funktion, die Pilger, die auf dem Weg vom Meer nach Jerusalem waren, zu beschützen. Im Gegensatz zu den gewöhnlichen mittelalterlichen Hospitälern waren in dem größten Hospital der Johanniter zu Jerusalem gegen Ende des 12. Jhs. vier gelehrte Ärzte zur Betreuung der Kranken und Armen vorgeschrieben, die unter anderem Urinproben durchführen und Heilmittel verabreichen mußten.
Der Deutsche Ritterorden wurde während des dritten Kreuzzuges im Jahre 1191 von Kaufleuten aus Bremen und Lübeck und deutschen Rittern in Jerusalem gegründet. Sie wählten zur Kennzeichnung ihres Ordens genau die umgekehrten Farben der Hospitaliter: weißer Mantel und schwarzes Kreuz.
Anfänglich übernahmen die Ritter des Deutschen Ordens nicht nur die Ordensregeln der Hospitaliter, sondern kümmerten sich auch wie diese besonders um Kranke und Verwundete.
Aber bald schon waren auch sie nur noch militärisch tätig.
Im Abendland wurde währenddessen ein neuer tiefgreifender Erlaß bezüglich der Hospitäler verkündet. Seit 1179 forderte nämlich ein Laterankonzil wegen der Gefahr der Ansteckung die Absonderung der Schwerkranken von den übrigen Patienten. So entwickelten sich neben den allgemeinen Spitälern die Sondersiechenspitäler und die Lepra-Hospitäler, die außerhalb der Stadt errichtet werden mußten. Im Spätmittelalter gesellte sich diesen zwei Spitalarten noch das Elendspital oder die Elendherberge zu, in der erkrankte und hilfsbedürftige Fremde Aufnahme fanden.
1198 wurde in Montpellier der Spitalorden vom Heiligen Geist gegründet, der sich vor allem in Frankreich, Italien und Süddeutschland ausbreitete. Dieser Orden widmete sich wie der kurz vor ihm gegründete Hospitalorden vom Heiligen Antonius der Krankenpflege.
Im Spätmittelalter trennte sich das Spitalwesen schließlich von seiner bisherigen Bindung an Klöster und Domstifte und geriet unter die Kontrolle der städtischen Räte. Unter deren Regie entwickelten sich die bisherigen “Krankenhäuser” immer mehr zu “Alterspflegeheimen”. So konnten sich alte Bürger und Bürgerinnen als Pfründner in ein Hospital “einkaufen”. Die reichen und gerngesehenen Pfründner erhielten spezielle Unterkünfte, die z.T. zusätzlich mit Stube, Küche und Keller ausgestattet waren. Sie brachten auch ihr eigenes Dienstpersonal mit, das für sie zu putzen, zu waschen und zu kochen hatte. Das Pflegepersonal des Hospitals mußte sich kaum um sie kümmern. Starben diese reichen Pfründner, erbte das Hospital ihr gesamtes Vermögen.
Den armen Pfründnern wurde nur eine Bettstatt zur Verfügung gestellt. Sie hatten ihre eigene Bettwäsche mitzubringen. Ihr spärlicher Besitz wurde nach ihrem Tode jedoch ebenfalls vom Hospital beansprucht.
Im Gegensatz zu den reichen Pfründnern waren die armen, falls sie körperlich dazu noch in der Lage waren, außerdem zur Mithilfe verpflichtet. So mußten sie z.B. das Vieh versorgen, Kranke betreuen, Küchendienste verrichten, im Garten arbeiten oder spinnen. Und nicht jeder arme Alte fand im Hospital eine kostenlose Aufnahme. Die führenden Persönlichkeiten des Hospitals betrieben nach moralischen und kirchlichen Gesichtspunkten Auslese.
Das Personal des Hospitals bestand aus dem Spitalpfleger, dem Spitalmeister und der Spitalmeisterin, einigen Schwestern und Hilfskräften. Der Spitalpfleger verwaltete das Spitalvermögen und führte als Vertreter des städtischen Rates die Oberaufsicht über das Hospital. Ihm unterstanden der Spitalmeister und die Spitalmeisterin, die für die Verwaltungs- und für die Pflegedienste zuständig waren. Die Schwestern, die bei ihrem Eintritt ein Gelübde der Armut, des Gehorsams, der Keuschheit und des Dienstes am Kranken ablegen mußten, verfügten über keine medizinische Ausbildung. Ärzte erschienen im Hospital zudem nur, wenn sie ausdrücklich gerufen wurden. Außerdem waren noch mehrere Geistliche für das Hospital zuständig. Sie hatten die täglichen Messen zu lesen und an den Sonn- und Festtagen Gottesdienste für die Kranken zu halten. Auch die sieben Gebetszeiten wurden von ihnen wie in einem Kloster bei Tag und bei Nacht mit feierlichem Gesang verrichtet.
Die Hospitäler wurden von der Stadtbevölkerung durch freiwillige Spenden z.B. Nahrungsstiftungen finanziert und auch in vielen Testamenten der Bürger und Bürgerinnen reichlichst bedacht. In vielen spätmittelalterlichen Städten gehörten ihnen mehrere übereignete Ländereien, Weinberge und Nutzungsrechte, und sie fungierten, da sie häufig über die größten liquiden Geldbeträge in der Stadt verfügten, oft auch als Bank.
Die Apotheker

Im Laufe des Mittelalters hatte sich die Pharmazie, die “Materia medica”, von der Medizin getrennt und sich zum unabhängigen Berufsstand emanzipiert. Seit 1530 stellten die Universitäten in Padua und Bologna als erste Hochschulen der Arzneikunde eigene Lehrstühle zur Verfügung. Um 1540 richteten Padua und Pisa die ersten universitätseigenen Botanischen Gärten ein, und seit 1536 war es in Paris für Apothekerlehrlinge obligatorisch, wöchentlich zwei Vorlesungen in der medizinischen Fakultät zu hören.
Die Apotheker im Spätmittelalter verkauften jedoch nicht nur Arzneien. Auch teure Gewürze, das kostbare Papier, exotische Weine und andere Luxusgüter und das beliebte Konfekt konnte hier erstanden werden. Trotzdem war es schwer, als Apotheker vermögend zu werden. Denn die Konkurrenz in Form von fliegenden Händlern, Wunderdoktoren, Theriakkrämern, Kräutersammlern, Wurzelgräbern und Spezereihändlern war groß!
Die Arbeitsbedingungen eines mittelalterlichen Apothekers konnten zudem sehr gesundheitsschädigend sein, wie folgende Quelle verdeutlicht:
“Folgende Beispiele sollen dies näher erläutern: Die Herstellung von Laudanum, einem im Mittelalter weitverbreiteten Beruhigungs- und Einschläferungsmittel, zu dessen wesentlicher Substanz Opium zählt, kann zur Schlafsucht führen. Beim Pulverisieren von Kantharidenkäfern entwickelt sich im Stößel ein penetrant scharfer Geruch und Dunst, der die Haut, die Augen, die Atmungsorgane und vor allem die Harnwege angreift. Blasen, Eiterungen, Entzündungen, Erbrechen, Leibschmerzen, Durchfälle, Atemnot, Koliken und mitunter auch Nierenentzündungen sind die Folge. Und schließlich führt das ungeschützte Berühren der Aronwurzeln zu erheblichen Verbrennungen auf der Haut.
Doch nicht nur giftige Dämpfe und Verätzungen gefährden die Gesundheit des mittelalterlichen Apothekers, sondern Gefahren drohen ihm auch bei der Verarbeitung wohlriechender Stoffe. So führt beispielsweise die Herstellung von Sirup, zu dessen Bestandteil ein Sud aus Rosenwasser zählt, zu heftigen Kopfschmerzen und manchmal zu Durchfall.
Eine weitere Gefahrenquelle birgt die Verwendung getrockneter Pflanzen. So kann der Geruch von Belladonna-Extrakt, einem Trockenextrakt aus den Blättern der Tollkirsche, zu heftigen Schwindelanfällen, der von Lindenblüten zu Kopfschmerzen führen. Der Dunst des Taxus, der zur Gattung der Eibe zählt, und der Dunst der Substanzen des Nußbaums führen zu Erbrechen und allgemeinem Unwohlsein.
Mineralische Substanzen wie Arsenik, Antimon und Quecksilber greifen mit ihren giftigen Dämpfen in erster Linie die Atmungsorgane an und führen in vielen Fällen zu Lungenschwindsucht und damit zum Tode.”
Die Syphilis
Angst und Schrecken verbreitete gegen Ende des 15. Jhs. und im gesamten 16. Jh. die Lustseuche Syphilis, die Kolumbus und seine Besatzung aus dem 1492 neu entdeckten Amerika mitgebracht hatten. Seit dieser Zeit hielt diese neue Geschlechtskrankheit ihren Siegeszug in Europa und machte vor keiner sozialen Klasse Halt. Landsknechte, Bischöfe, Domherren, Grafen, selbst Kaiser Maximilian I., Patrizier, Mönche und Nonnen hatten an ihr zu leiden.
Schon gegen Ende des 15. Jhs. wußten die Menschen, daß man sich die Krankheit hauptsächlich über den Geschlechtsverkehr mit infizierten Leuten zuziehen konnte. Aber im Gegensatz zu unserem heutigen Problem Aids konnte die Syphilis zumindest gegen Ende des 15. Jahrhunderts und im 16. Jahrhundert auch durch die Berührung erkrankter Haut- bzw. Schleimhautstellen, durch das Tragen der Kleidung von Infizierten und durch die Benutzung ihres Eß- und Trinkgeschirrs übertragen werden. Hatte man sich angesteckt, bildeten sich zunächst an den Genitalien oder zuweilen auch an anderen Stellen des Körpers flache Hautgeschwüre. Darauf folgten Hautausschläge am gesamten Körper. Bis zu markstückgroße Hautknötchen, die von einer gelblich-dicken Borke überzogen waren, bildeten sich schließlich im Gesicht, an den Armen, den Beinen und am restlichen Körper. Erst nach Monaten pflegten sie unter Bildung von netzartigen Narben abzuheilen. Bei einigen Syphilis-Erkrankten jedoch begannen sie auch zu wuchern, zu zerfallen und tiefe fressende Geschwüre zu bilden.
Im dritten Stadium traten dann nach fünf, zehn oder noch mehreren Jahren Hirnerweichung, Rückenmarkschwindsucht, Lähmung der Gliedmaßen, Lungenzerfall, Herzmuskelerkrankungen, Leberschrumpfung, Gefäßerkrankungen, Schrumpfnieren, Geschwürbildungen an Magen und Darm, Geschwürbildungen am ganzen Körper und die Knochenzerstörungen auf. Dabei konnten sich die zerfressenen aufgetriebenen Knochen säbelartig krümmen. Wenn die Krankheit schließlich auf die Bänder und Sehnen übergriff, kam es sogar zu Spontanverrenkungen, die so große Schmerzen verursachten, daß viele Betroffene keinen anderen Ausweg mehr als den Selbstmord wußten.
Geholfen werden konnte den Erkrankten nicht.
Nur der Tod erlöste die Leidenden. Aber natürlich versuchte man zu heilen. Um 1500 gab es zwei Verfahren: Die Schmier- und die Holzkur. Bei der Schmierkur wurde der Erkrankte mit einer Quecksilber-Schweineschmalz-Emulsion eingerieben; bei der Holzkur benutzte man das teure, dunkle und schwere Guajakholz. Dessen geschabten Späne wurden zu Aufgüssen gebrüht, deren Schaum man zu Umschlägen verwendete. 1529 brachte Paracelsus die Holzkur in Verruf, so daß schließlich nur noch die Schmierkur angewendet wurde. Nach heutiger Sicht war das ein fataler Schritt, denn die Holzkur war mit einer zusätzlichen Schwitzkur verbunden gewesen, die z.T. Erfolge erzielte.
Die noch gesunde Bevölkerung reagierte mit diesem lebensbedrohlichen Problem – wie gewöhnlich – mit der Isolierung der Kranken.
Entweder kamen diese in speziellen Sondersiechenhäusern unter oder durften – wie in Frankfurt a. M. – ihre Wohnungen nicht mehr verlassen.
Schlimmstenfalls trieb man sie aus Stadt und Dorf und überließ sie ihrem eigenen Schicksal.
Ausbildung
Wer Mediziner werden wollte, absolvierte bei einem bereits geprüften Arzt eine mehrjährige Lehrzeit. Der angehende Heilkundige begleitete den Arzt bei den Patientenbesuchen. Durch Zuschauen und Beobachten sollte der Kandidat den Arztberuf erlernen.
Parallel hatte der Student aber auch Vorlesungen an Universitäten oder medizinischen Schulen zu besuchen. Die medizinischen Akademien bildeten das eigentliche Zentrum der Medizin im Mittelalter. Die erste Hochschule im Rang einer Universität existierte bereits im 9. Jahrhundert in Byzanz. Die erste medizinische Schule in Europa entstand 1231 in Salerno. Es folgten die medizinischen Fakultäten an den Universitäten von Bologna, Montpellier, Paris, Padua, Prag (erste Universität im hl. röm. Reich 1348) und Oxford.
Die Prüfung bestand aus einem theoretischen Teil, die der Kandidat vor den Gelehrten der Schule ablegen musste. Der medizinische Lehrmeister bestätigte die praktischen Fähigkeiten. Und nach dem Schwur des Hippokratischen Eides erhielt man die Erlaubnis, als Arzt zu arbeiten.
Quellen:
Volker Zimmermann, Ansätze zu einer Sozial- und Arbeitsmedizin am mittelalterlichen Arbeitsplatz, in: Mensch und Umwelt im Mittelalter, hrsg. von Bernd Herrmann, Stuttgart 1987
Cowen, David L. und William H. Helfand: Die Geschichte der Pharmazie in Kunst und Kultur. Köln 1990
http://www.uni-marburg.de/fb16/igphmr/studium/listprom_neu
Maike Vogt-Lüerssen; Der Alltag im Mittelalter
